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Pressemeldungen und redaktionelle Beiträge über und von uns.

Aktuell

Braunschweiger Start-up zu Gast im Schloss Bellevue (PM JPM Silicon, 28.01.2016)

Als einer der ausgewählten Aussteller reist das junge Braunschweiger Unternehmen JPM Silicon im Juni 2016 zur „Woche der Umwelt“ nach Berlin. Das Start-up wurde aus über 600 Bewerbern von einer hochkarätigen Jury an den Amtssitz des Bundespräsidenten eingeladen. Im Park von Schloss Bellevue präsentiert das Unternehmen für zwei Tage seine nachhaltigen und energieeffizienten Prozesse für die Silizium- und Solarsiliziumindustrie einer interessierten Öffentlichkeit.

Die "Woche der Umwelt" steht unter dem Zeichen des Bundespräsidenten (Quelle: EnergieAgentur.NRW 2012).

Die „Woche der Umwelt“ steht unter dem Zeichen des Bundespräsidenten (Quelle: EnergieAgentur.NRW 2012).

Themenschwerpunkte der „Woche der Umwelt“ sind unter anderem Klimaschutz, Energie und Ressourcen. Genau an diesem Punkt ist JPM Silicon tätig. Mit seiner innovativen Technologie konzentriert sich das Unternehmen auf nachhaltige, energieeffiziente und kostengünstige Prozesse für die Silizium- und Solarsiliziumindustrie: Solarsilizium wird bis zu 50% günstiger gewonnen, Abfälle in der Siliziumindustrie können erstmals wiederverwertet werden. Ein weiterer Clou: Für die Produktion von Solarsilizium kann vollständig auf nachwachsende Rohstoffe zurückgegriffen werden.

Das junge Braunschweiger Unternehmen verfügt über eine umfassende technologische Expertise – von der Siliziumgewinnung bis zur Optimierung von Stoffkreisläufen im Siliziumwerk. Dafür wurde in dem Spin-Off der Technischen Universität Braunschweig in den vergangenen Jahren intensiv nach neuen Ansätzen in der Silizium- und Solarsiliziumproduktion geforscht und entwickelt. Mit dreizehn Mitarbeitern sitzt JPM Silicon heute im Technologiepark der Braunschweig Zukunft GmbH.

Pressemeldung zur Woche der Umwelt – JPM Silicon (PDF)

2015

Innovation für Solarenergie: JPM Silicon stellt Solarsilizium in der Mikrowelle her (KfW, 28.04.2015)

Aus der KfW, 28.04.2015

Jan-Philipp Mai über sein Unternehmen

„Photovoltaik sieht man auf vielen Hausdächern und Freiflächen, hier sorgen die blau glänzenden Module aus Solarsilizium für den Strom aus der Sonne. Aber die Erzeugung von Solarsilizium aus Quarz ist teuer und aufwendig – es sei denn, man findet eine neue Lösung.

2010 habe ich JPM Silicon gegründet – mit dem Ziel, Solarsilizium um bis zu 50 % günstiger herzustellen. Dazu nutzen wir Mikrowellen, die das Material effizient erhitzen, das Prinzip ist gar nicht so weit entfernt vom Mikrowellenofen zu Hause.

„Was mich antreibt, ist die Überzeugung, dass Solarenergie in Deutschland eine Zukunft hat.“

„Was mich antreibt, ist die Überzeugung, dass Solarenergie in Deutschland eine Zukunft hat.“

Interessiert hat mich das Thema schon als Schüler, da habe ich in der Jugend-forscht-Gruppe ein Referat über Solarzellen gehalten. Studiert habe ich dann Maschinenbau mit der Vertiefung Energie- und Verfahrenstechnik, die Mikrowellen haben mich aber nie losgelassen und ich habe mich weiter intensiv damit beschäftigt. Dann stand ich gegen Ende meines Studiums vor der Entscheidung: ‚Entweder du bringst dein Wissen in ein Unternehmen ein oder du gründest selbst eines.‘

Ich war damals 23 und habe zuerst mit der TU Braunschweig nach einer Finanzierung gesucht und Familie und Bekannte mit eingebunden. Ein Startkapital von 50.000 Euro war damit möglich. In 2012 haben wir dann neben der bisherigen Forschungsförderung insgesamt 1,35 Mio. Euro Kapital eingeworben. Da wir einen Leadinvestor im Boot haben, konnten wir auch den ERP-Startfonds der KfW in Anspruch nehmen, der junge Technologieunternehmen unterstützt. So viel Geld zu mobilisieren ist kein Spaziergang, aber die Beratung war sehr gut und dass die KfW investiert, zeigt uns einmal mehr, dass die Idee gut und unser Weg richtig ist.

Heute habe ich insgesamt 10 Mitarbeiter. Chef zu sein, das ist jeden Tag aufregend und auch eine Gratwanderung, denn ich bin in dieser Rolle ja Entscheider mit einer gewissen Autorität, aber auch gleichzeitig Kollege in der täglichen Arbeit. Und ich bin teils jünger als meine Angestellten.

Was mich antreibt, ist die Überzeugung, dass Solarenergie in Deutschland eine Zukunft hat, wenn neue Technologien helfen, die Kosten zu senken. Das Thema stößt nicht nur in den Fachmedien auf großes Interesse. Im Oktober 2013 wurde JPM Silicon als GründerChampion für Niedersachsen ausgezeichnet – diese Anerkennung macht mich und mein Team stolz, genau so wie das Wissen, an der Unabhängigkeit von der konventionellen Energiegewinnung aktiv mitzuarbeiten.“

Silizium aus der Mikrowelle (Wirtschaftswoche, 27.4.2015)

Dieter Dürand für die Wirtschaftswoche, 27.04.2015

JPM-Silizium-Gründer Jan-Philipp Mai will Strom aus Solarzellen so preiswert machen wie aus den Kohlekraftwerken

Erhält die Energiewende neuen Schwung durch eine Erfindung aus einem Hinterhof des Braunschweiger Technologieparks? Für Jan-Philipp Mai, Gründer von JPM Silicon, ist das keine Frage mehr. Der forsche 27-jährige Maschinenbauingenieur mit dem schwarzen Haarschopf hat sich in den Kopf gesetzt, die Preise für Solarstromanlagen purzeln zu lassen- je Kilowatt Leistung gleich um mehrere Hundert Euro. Das aber funktioniert nur, wenn Rohsilizium drastisch billiger wird. Denn das Ausgangsmaterial bestimmt maßgeblich den Preis der Solarmodule. Mai ist sicher, es für weniger als zehn Dollar je Kilogramm produzieren zu können, die Hälfte des gegenwärtigen Marktpreises von rund 20 Dollar.

Dann hätte der Jungunternehmer ein Ziel erreicht, das ihn nicht mehr loslässt, seit er als 14-jähriger Schüler im emsländischen Meppen ein Referat über Solarzellen hielt: Sonnenstrom so billig zu machen, dass er sich fast überall auf der Welt wirtschaftlich erzeugen lässt. „Ohne Subvention“, wie Mai betont. Die Kilowattstunde würde dank seines Siliziums an sehr sonnigen Standorten nur noch wenig mehr als 5 Cent kosten. Billiger schaffen das auch moderne Kohlekraftwerke nicht.

Diese Perspektive begeistert auch Klaus Engel, Vorstandschef des Spezialchemiekonzerns Evonik aus Essen und Juror beim Deutschen Innovationspreis. „Das ist ein wichtiger Beitrag, damit die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen bezahlbar bleibt“, urteilt er.

Alles in einem Arbeitsschritt

Notwendig dafür ist ein radikaler Technologiewechsel. Bisher gewinnen die Hersteller das Solarsilizium in Lichtbogenöfen. Sie verschmelzen darin bei Temperaturen von mehr als 2000 Grad Celsius zunächst Quarzsand und Holzkohle zu Rohsilizium. Dieses reinigen sie anschließend in mehreren Schritten von störenden Fremdstoffen. Ein Prozess, der wiederum große Mengen Energie verschlingt. Heutige Solarzellen verbringen daher zunächst einmal rund vier Jahre ihres Lebens als Kleinstkraftwerke damit, die Menge an Strom zu erzeugen, die bei ihrer Produktion verbraucht wurde. Keine besonders effektive Relation.

Mai hingegen stellt Solarsilizium in Mikrowellenöfen her. Zwei Prototypen hat er in fünf zu zwei Etagen gestapelten Containern hinter einem roten Backsteinbau in Braunschweig installiert. Die Geräte stammen vom Ofenbauer Fricke und Mallah aus dem nahen Peine. Sie funktionieren ähnlich wie die Küchengeräte, in denen hungrige Esser eilig Tiefkühlkost erwärmen. Nur sind Mais Apparate viel leistungsfähiger und schaffen Temperaturen bis zu 2000 Grad Celsius.

Dabei – und darin steckt das Bahnbrechende dieser Innovation – erzeugen sie das Solarsilizium praktisch in einem einzigen Arbeitsschritt. Das spart enorme Mengen Energie. Mit diesem Kniff gelingt es dem Jungunternehmer, die Prozesskosten um 50 Prozent zu senken. „Eine geniale Idee“, urteilt Jurymitglied Engel.

Allerdings erschwert sie – so paradox es erscheint – Mai zugleich den Marktzugang. Denn die Solarzellenproduzenten können nicht peu à peu auf die neue Technologie wechseln, sondern müssen komplett umstellen. Das ist ihnen bisher zu riskant. Ihre Hauptsorge: Würde die 2010 gegründete JPM Silicon die Startphase nicht überstehen – obwohl Investoren dem Start-up zusammen mit Förderzuschüssen immerhin fast zwei Millionen Euro anvertraut haben – , geriete ihre gesamte Produktion in Gefahr. Denn ohne Solarsilizium geht nichts.

Mai schlägt jetzt einen Umweg ein, um Vertrauen aufzubauen und erste Aufträge für seine inzwischen elf Beschäftigten an Land zu ziehen. Der Pionier hat herausgefunden, dass er mit seinem Mikrowellenverfahren Abfälle aus der Solarzellenfertigung so aufbereiten kann, dass ihre Qualität frischem Solarsilizium entspricht. Derzeit fahren die Braunschweiger Tests mit drei Pilotkunden. „Mit großem Erfolg“, versichert der Jungunternehmer.

Noch in diesem Jahr will Mai die ersten Anlagen verkaufen. Hartnäckig war er schon immer – nicht die schlechteste Eigenschaft für einen Gründer.

2014

Ideen für die Energiewende: Online-Portal stellt Energiegründer vor (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 18.11.2014)

Unsere Energieversorgung ist im Wandel – neue Ideen und Lösungen sind also gefragt. Schon heute sind viele Gründer in diesem Bereich sehr erfolgreich, wie das BMWi-geförderte Projekt „Energiegründer“ online zeigt.

Für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 18.11.2014

Eine App, die die Temperatur zuhause intelligent steuert – abhängig davon, wie weit der Bewohner von Haus oder Wohnung entfernt ist. Ein nachhaltiger Öko-Dämmstoff aus einem Abfallprodukt des Mittelmeeres: getrocknetem Seegras. Oder ein patentiertes Erdspeichersystem für Wärme, das die Wärmepumpe noch effizienter macht und so Betriebskosten und CO2-Emissionen reduziert: Das sind Beispiele der Geschäftsideen im Energiesektor, die das Online-Portal www.energiegruender.de regelmäßig vorstellt. Es präsentiert Start-ups, ihre Innovationen und die Köpfe dahinter. Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein für Energiegründungen zu stärken und die Gründeraktivitäten in diesem Markt nachhaltig zu steigern. Die Förderung der Gründerkultur: Dieses Anliegen verfolgt auch die Gründerwoche Deutschland, die noch bis Freitag, den 23. November 2014, läuft. Sie richtet sich an alle, die mehr über die unternehmerische Selbständigkeit erfahren wollen. „Deutschland braucht mehr mutige Gründerinnen und Gründer, die kreative Geschäftskonzepte oder innovative Produktideen umsetzen und Arbeitsplätze schaffen“, sagte der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel. Das BMWi führt derzeit gemeinsam mit rund 900 Kooperationspartnern die Gründerwoche durch. Auch das Projekt „Energiegründer“ wird vom BMWi gefördert.

Solarzelle aus der Mikrowelle

Einer der auf dem Online-Portal vorgestellten Energiegründer ist der Diplom-Ingenieur Jan Philipp Mai. Mit JPM Silicon hat er 2010 in Braunschweig ein Hightech-Unternehmen gegründet, dessen Innovation Photovoltaikmodule umweltfreundlicher und kosteneffizienter machen soll: Mit eigens entwickelten Mikrowellenöfen wird bei Temperaturen von rund 2.000 Grad Celsius Silizium gewonnen, geschmolzen und veredelt. Im Vergleich zur klassischen Solarsiliziumgewinnung können so mindestens 30 Prozent der Kosten eingespart werden. Silizium ist das Halbleitermaterial, das am häufigsten in Photovoltaikmodulen verbaut wird. JPM Silicon ist dabei nur ein Beispiel von vielen, wie eine im März veröffentlichte Studie im Auftrag des BMWi zeigt. Ihr Fazit: Neugründungen leisten einen wichtigen Beitrag für die Energiewende (siehe aktuelle Infografik).

Neben den Porträts von Energiegründern finden Nutzer auf www.energiegruender.de auch ein Blog. Ein aktueller redaktioneller Beitrag: ein Interview mit Jörg Heidjann – ein regelrechter „Multigründer“, der auch ein Verbraucherportal für den Vergleich von Strompreisen ins Leben gerufen hat. Sein guter Tipp für neue Gründer lautet: „Einfach machen, einfach machen. Das bedeutet, dass man die Dinge nicht zu kompliziert aufbaut, es aber auch überhaupt versucht. Gelernt habe ich sicher, dass nicht immer die neue Idee das Wichtigste ist, sondern die Umsetzung der Idee. Hierzu braucht man die richtigen Leute, Geld und einen langen Atem. Natürlich muss man generell auch bereit sein, ein Risiko einzugehen. Und dann sollte man natürlich Spaß an der Sache haben und es nicht nur machen, um Geld zu verdienen“, sagt er.

Suche nach dem kleinsten CO2-Fußabdruck (Technology Review, Oktober 2014)

Start-up JPM Silicon setzt als erstes Unternehmen Mikrowellen bei Siliziumproduktion ein

Aus der Technology Review, Oktober 2014

Deutschland hat sich im vergangenen Jahrzehnt als Innovationsträger der Photovoltaik, der Gewinnung von Strom aus Sonnenlicht, gezeigt. Damit dies auch in den kommenden Jahren so bleibt, arbeitet die JPM Silicon GmbH an innovativen Verfahren zur Gewinnung und Veredelung von Silizium und Solarsilizium. Neben einem innovativen Produktionsprozess mit dem die  Kosten für Solarsilizium um mindestens 30% reduziert werden könnten, entwickelt das Unternehmen auch Recyclinglösungen zur Rückführung von Abfallstoffströmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Photovoltaik.

Die JPM Silicon GmbH verdankt ihre Existenz einer jahrelangen Entwicklungsarbeit. So hat sich der heute 27-jährige Unternehmensgründer Jan-Philipp Mai bereits 2001 mit der Gewinnung von Silizium befasst. Heute beschäftigt die JPM Silicon GmbH zehn Mitarbeiter und wissenschaftliche Hilfskräfte und ist das weltweit erste Unternehmen, das energieeffiziente Mikrowellenöfen zur Gewinnung und Veredelung von Solarsilizium entwickelt und betreibt.

In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Thermodynamik der Technischen Universität Braunschweig wurde diese Technologie kontinuierlich vorangetrieben und ist mittlerweile mehrfach prämiert worden. Dank einer breiten Unterstützung aus Wissenschaft und Industrie konnte Jan-Philipp Mai sein Verfahren 2007 patentieren lassen und somit den Grundstein einer wirtschaftlichen Verwertung legen. Aufgrund der erfolgsversprechenden technischen Entwicklungen entschied er sich 2010, ein eigenes Unternehmen zur Entwicklung von Technologien für die Produktion von Solarsilizium mit Hilfe von Mikrowellen zu gründen. Vor zwei Jahren war die Firma so weit gefestigt, dass sie aus dem Institut für Thermodynamik in den Technologiepark Braunschweig umziehen konnte.

Das technologische Herzstück bildet dabei die Nutzung der Mikrowellenerwärmung in eigens entwickelten Öfen. Anders als bei konventionellen Öfen, kann die zugeführte Energie im Mikrowellenofen direkt im Material in Wärme umgewandelt werden, so dass Prozesszeiten und Wärmeverluste reduziert werden. Die Energieeffizienz wird dadurch gesteigert. Dieses Verfahren nutzt die JPM Silicon GmbH heute in zwei Geschäftsfeldern. Zum einen zum Schmelzen bzw. Recyceln von Silizium, wodurch ansonsten ungenutztes Material wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt werden kann, und zum anderen bei der Produktion von Silizium und Solarsilizium mit einem Kostenvorteil von mindestens 30 Prozent. Das Angebot des jungen Unternehmens reicht dabei von Machbarkeitsstudien über den Prozessentwurf bis zur kompletten Anlage.

Die JPM Silicon GmbH will so durch die Nutzung ressourcenschonender Materialien und Produkte im Geschäftsalltag sowie bei der Forschung und Entwicklung der Produkte, so dass am Ende Solarsilizium mit dem weltweit geringsten CO2-Fußabdruck gewonnen werden kann.

„Die JPM Silicon GmbH ist ein Vorzeigeunternehmen, das für die Kreativität und den Mut junger Leute steht, die in unserem Technologiepark arbeiten“, meint Braunschweigs Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa, zugleich Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft. „Gründer werden bei uns intensiv gefördert.“

Der Technologiepark bietet hervorragend ausgestattete Büro- und Konferenzräume, eine fundierte Existenzgründungsberatung, eine Standleitung zum Gigabit-Wissenschaftsnetz der TU vis à vis und sogar Car-Sharing. Kein Wunder, dass er fast immer ausgebucht ist.

 

Start-up JPM Silicon setzt als erstes Unternehmen Mikrowellen bei Siliziumproduktion ein

 

Deutschland hat sich im vergangenen Jahrzehnt als Innovationsträger der Photovoltaik, der Gewinnung von Strom aus Sonnenlicht, gezeigt. Damit dies auch in den kommenden Jahren so bleibt, arbeitet die JPM Silicon GmbH an innovativen Verfahren zur Gewinnung und Veredelung von Silizium und Solarsilizium. Neben einem innovativen Produktionsprozess mit dem die  Kosten für Solarsilizium um mindestens 30% reduziert werden könnten, entwickelt das Unternehmen auch Recyclinglösungen zur Rückführung von Abfallstoffströmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Photovoltaik.

Die JPM Silicon GmbH verdankt ihre Existenz einer jahrelangen Entwicklungsarbeit. So hat sich der heute 27-jährige Unternehmensgründer Jan-Philipp Mai bereits 2001 mit der Gewinnung von Silizium befasst. Heute beschäftigt die JPM Silicon GmbH zehn Mitarbeiter und wissenschaftliche Hilfskräfte und ist das weltweit erste Unternehmen, das energieeffiziente Mikrowellenöfen zur Gewinnung und Veredelung von Solarsilizium entwickelt und betreibt.

In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Thermodynamik der Technischen Universität Braunschweig wurde diese Technologie kontinuierlich vorangetrieben und ist mittlerweile mehrfach prämiert worden. Dank einer breiten Unterstützung aus Wissenschaft und Industrie konnte Jan-Philipp Mai sein Verfahren 2007 patentieren lassen und somit den Grundstein einer wirtschaftlichen Verwertung legen. Aufgrund der erfolgsversprechenden technischen Entwicklungen entschied er sich 2010, ein eigenes Unternehmen zur Entwicklung von Technologien für die Produktion von Solarsilizium mit Hilfe von Mikrowellen zu gründen. Vor zwei Jahren war die Firma so weit gefestigt, dass sie aus dem Institut für Thermodynamik in den Technologiepark Braunschweig umziehen konnte.

Das technologische Herzstück bildet dabei die Nutzung der Mikrowellenerwärmung in eigens entwickelten Öfen. Anders als bei konventionellen Öfen, kann die zugeführte Energie im Mikrowellenofen direkt im Material in Wärme umgewandelt werden, so dass Prozesszeiten und Wärmeverluste reduziert werden. Die Energieeffizienz wird dadurch gesteigert. Dieses Verfahren nutzt die JPM Silicon GmbH heute in zwei Geschäftsfeldern. Zum einen zum Schmelzen bzw. Recyceln von Silizium, wodurch ansonsten ungenutztes Material wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt werden kann, und zum anderen bei der Produktion von Silizium und Solarsilizium mit einem Kostenvorteil von mindestens 30 Prozent. Das Angebot des jungen Unternehmens reicht dabei von Machbarkeitsstudien über den Prozessentwurf bis zur kompletten Anlage.

Die JPM Silicon GmbH will so durch die Nutzung ressourcenschonender Materialien und Produkte im Geschäftsalltag sowie bei der Forschung und Entwicklung der Produkte, so dass am Ende Solarsilizium mit dem weltweit geringsten CO2-Fußabdruck gewonnen werden kann.

„Die JPM Silicon GmbH ist ein Vorzeigeunternehmen, das für die Kreativität und den Mut junger Leute steht, die in unserem Technologiepark arbeiten“, meint Braunschweigs Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa, zugleich Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft. „Gründer werden bei uns intensiv gefördert.“

Der Technologiepark bietet hervorragend ausgestattete Büro- und Konferenzräume, eine fundierte Existenzgründungsberatung, eine Standleitung zum Gigabit-Wissenschaftsnetz der TU vis à vis und sogar Car-Sharing. Kein Wunder, dass er fast immer ausgebucht ist.

 

 

"Junger Unternehmer will die Spielregeln in der Solarindustrie verändern" (IHK Magazin, Januar 2014)

Von fh, Januar 2014

Wer Silizium für die Herstellung von Solarzellen erzeugen will, nutzt bisher das sehr energie-aufwändige Lichtbogenverfahren, bei dem die Ausgangsmaterialien Quarzsand und Holzkohle in Silizium umgewandelt werden. Ein junger Forscher und Unternehmensgründer aus Braun-schweig will nun das bekannte Verfahren auf den Kopf stellen. Die Idee klingt skurril, aber der 25-jährige Jan-Philipp Mai hat herausgefunden, dass Silizium viel effektiver durch die elektro-magnetischen Wellen eines Mikrowellenofens mit Temperaturen von 2000 °C erzeugt werden können. Eine von Mai für möglich gehaltene Kostenersparnis von 50 Prozent würde die Spiel- regeln in der  Solarindustrie verändern.

chon als Schüler hat Jan-Philipp Mai die Idee nicht losgelassen, mit Quarzsand und Holzkohle in einem Mikrowellenofen Silizium herzu-stellen. Auch während seines Studiums der Verfahrenstechnik an der TU Braunschweig ist der gebürtige Emsländer seinem Ziel nachhaltig treu geblieben. Die Finanzierung des Forschungsprojekts in Höhe von 50 000 Euro erfolgte – wie Jan-Philipp Mai es formuliert –über »friends & family«. Inzwischen steht auf dem Gelände des Braun-schweiger Technologieparks der erste und welt-weit einzige Silizium-Mikrowellenofen. Die von Mai 2010 gegründete JPM Silicon GmbH beschäftigt heute sieben Mitarbeiter.

m nächsten Schritt geht es um die Markter-schließung und die Akzeptanz bei den Industrie-kunden. Nicht nur Mai selbst glaubt an den Erfolg des Projekts. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt stellt in den nächsten anderthalb Jahren 135 000 Euro zur Verfügung. Mit weiteren 150 000 Euro beteiligt sich die Braunschweigi-sche Landessparkasse und jeweils 400 000 Euro erhält Mai als typisch stille Beteiligung von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen (MBG), der KfW und der Kapital-beteiligungsgesellschaft Niedersachsen (NKB). »Mit dieser Anschubfinanzierung werden wir es packen«, ist Jan-Philipp Mai überzeugt.

Ermutigt haben ihn darüber hinaus die zahlrei-chen Auszeichnungen: 2010 wurde er als erste Einzelperson mit dem Preis »Deutschland –Land der Ideen« ausgezeichnet. Den zweiten Preis erreichte JPM bei dem Wettbewerb »Gründer-Campus Niedersachsen« und 2011 schaffte es JPM unter die Top Five des Gründer-wettbewerbs der Wirtschaftswoche.

Das sich die Teilnahme an einem Gründer-Coaching lohnt, darauf weist Andreas Schramm, Leiter des Beteiligungsmanagements der MBG, hin. Bei dieser Gelegenheit habe er Jan-Philipp Mai 2010 kennen-gelernt. Bereits ein Jahr später seien MBG, NKB und KfW in das Unternehmen eingestiegen.

Hat es Mai nie gereizt, in die Industrie zu gehen? Einmal habe er einen Versuch bei einem der bekanntesten deutschen Solarunternehmen gemacht. Der Arbeitsvertrag sei bereits unter-schriftsreif gewesen. Mai: »Dann habe ich mich aber gefragt, warum ich das Projekt nicht selbstständig in Angriff nehme und mir ist bewusst geworden, dass es nicht zu unterschätzen ist, wenn die Entscheidungsfreiheit allein in meinen Händen liegt.«

Jan-Philipp Mai lobt nicht nur die »Macher« von TU und Technologiepark, sondern auch die wertvollen Tipps seines Braunschweiger Anwalts Dominik Ossada sowie i-unit als Mittelstandsberater, die die Finanz- und Businessplanung mitentwickelt haben. Im Übrigen lasse er zahlreiche Komponenten bei einem mittelständischen Unternehmen in Peine produzieren.

2013

"JPM Silicon will die Produktion von Solarzellen revolutionieren" (Braunschweiger Zeitung, 14.12.2013)

Von Marc Chmielewski für die Braunschweiger Zeitung, 14.12.2013

Im Technologiepark am Braunschweiger Rebenring ist die Zukunft zu Hause. Unter den Fittichen der städtischen Wirtschaftsförderung haben sich junge Firmen angesiedelt, die ein kleines Budget, aber große Pläne haben. Eines der spannendsten Projekte findet sich in einem Mietcontainer im Hinterhof: Dort hat die Firma JPM Silicon ihre Versuchsanlage errichtet.

„Wir produzieren Silizium für Solarzellen – brauchen dafür aber deutlich weniger Energie als her-kömmliche Anlagen“, sagt Gründer Jan-Philipp Mai, dessen Ini-tialen im Firmennamen stecken. Der 26-jährige TU-Absolvent hat sich das Verfahren weltweit patentieren lassen. Wirtschaftlich ist es interessant, weil die Produktion von Silizium so viel Energie frisst, dass eine Solarzelle erst mehrere Jahre laufen muss, um diese Energie wieder einzuspielen.

Silizium ist ein Grundstoff un-serer Zeit. Chemiekonzerne, Autoindustrie und Chiphersteller brauchen das Halbmetall. „Allein die Produktion von Solarsilizium belief sich voriges Jahr auf 229.000 Tonnen“, sagt Mai. Ein Kilo koste etwa 20 Euro, also betrage das Marktvolumen mehr als 4,5 Milliarden Euro.

Je reiner das Silizium, desto aufwendiger und teurer die Herstellung. „Silizium für Computerchips ist die Königsklasse“, sagt Mai. Auch Solarsilizium muss extrem rein sein. 100 Prozent sind kaum erreichbar, aber 99,9999 Prozent sollten es schon sein.

Rohsilizium mit einem Rein-heitsgrad von 98 bis 99 Prozent entsteht, wenn Quartz und Kohle auf etwa 2000 Grad erhitzt wer-den. Am meisten Energie ver-schlingt die Veredelung. „Bei Solarsilizium sind es etwa 120 Kilo-wattstunden je Kilo“, sagt Mai. Das ist etwa so viel, wie ein Drei-Personen-Haushalt in zwei Wochen an Strom verbraucht.

Die Idee von JPM Silicon: Das Gemisch, aus dem Silizium ent-steht, wird mit Mikrowellen ge-zielter erhitzt, als dies im Hochofen möglich ist. Mai: „In der Produktionskette vom Rohstoff bis zum fertigen Solarmodul lassen sich so 50 bis 60 Prozent der Energie sparen.“ Mit dem Braunschweiger Verfahren könnte die Rohsilizium-Stufe übersprungen werden, könnte aus den Grundstoffen in einem Prozessschritt hochreines Silizium entstehen – daran arbeiten die Entwickler.

Die Versuchsanlage der Braun-schweiger ist mit Mikrowellen-technik der Peiner Firma Fricke und Mallah ausgestattet. „Die Leistung übertrifft die einer Kü-chenmikrowelle etwa um das 24-fache“, sagt Mai. Bisher lassen sich nur kleine Mengen Silizium produzieren. „Aber das Prinzip funktioniert.“ Am Markt hat sich das längst herumgesprochen, sogar Gästen aus Australien haben Mai und seine Mitarbeiter ihre Anlage schon vorgeführt. „Nun geht es darum, von der Kleinserie auf die nächste Stufe zu kommen“, sagt Mai. „Um wirtschaftlich langfristig erfolgreich zu sein, müssen wir im Tonnen-Maßstab liefern können.“

1,35 Millionen Euro hat JPM Silicon von Investoren wie den staatlichen Förderbanken KFW und N-Bank eingesammelt, die Firma beschäftigt neun Mitarbeiter, darunter fünf fest angestellte Ingenieure. „Für die nächsten zwei Jahre sind wir ausfinanziert“, sagt Mai, der selbst Maschinenbauer mit Schwerpunkt Verfahrenstechnik ist.

Mit zwei bis drei täglichen Test-läufen zischt die Anlage ihrer Optimierung entgegen, gespannt verfolgen ihre Entwickler die Ergebnisse: Jeder Testlauf kostet laut Mai zwischen 200 und 300 Euro.

„Die Braunschweiger Firma JPM Silicon will die Produktion von Solarzellen revolutionieren.“ 12/2013 Braunschweiger Zeitung Braunschweiger Zeitung (PDF)

"Innovationen für die Energiewende" (HI:TECH CAMPUS, 2.7.2013)

Aus der HI:TECH CAMPUS, 2.7.2013

Mehr als 90 Prozent der Solarzellen basieren auf Silizium. Doch der Halbleiter muss aufwendig gewonnen werden. Als Rohstoffe dienen Quarz und Kohle, welche in einem energieintensiven Prozess zu Silizium reduziert werden. Hieran schließt die aufwendige und kostspielige Veredelung zu Solarsilizium an. Jan-Philipp Mai hat ein Verfahren entwickelt, in dem Silizium mit Hilfe von Mikrowellen gewonnen wird.Laborofen-HITECH-CAMPUS,-copyright-JPM-Silicon,-large Damit werden Prozesszeiten und der Energieaufwand zur Siliziumgewinnung deutlich verringert. So ist eine Steigerung der Energieeffizienz von bis zu 12 Prozent zu erwarten und eine deutliche Minderung klimaschädlicher Emissionen. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf einer Qualitätssteigerung. 2010 entschloss sich Mai, sein Verfahren in einem eigenen Unternehmen umzusetzen. Die JPM Silicon GmbH wurde 2010 als Spin-off der TU Braunschweig gegründet. Derzeit wird der Mikrowellenprozess weiterentwickelt, damit die Pilotanlage Mitte 2013 in Betrieb gehen kann.

"Startup verbilligt Solarzellen mit Silizium aus der Mikrowelle" (WiWo Green, 15.4.2013)

Von Andreas Meen, 15.04.2013

Solarzellen produzieren mehr als 20 Jahre lang Strom – allerdings verbringen sie die ersten vier Jahre allein damit, die Menge an Strom zu erzeugen, die bei Ihrer Herstellung verbraucht wird.Teamfoto-WiWo-Green,-Copyright-JPM-Silicon,-largeEin Startup aus Deutschland will das ändern – und die Fotovoltaik damit nicht nur umweltfreundlicher machen, sondern auch erschwinglicher: ”Unsere Technik kann herkömmliche Fotovoltaikanlagen auf dem Dach um hunderte Euro preiswerter machen”, sagt Jan-Philipp Mai, Gründer von JPM Silicon aus Braunschweig.Der Trick der Braunschweiger: Sie senken den Energieverbrauch bei der Herstellung von hochreinem Silizium – dem Ausgangsstoff für die Produktion von Solarzellen. Herkömmliche Produzenten wie etwa Wacker Chemie erhitzen dazu Quarz mit Hilfe Lichtbogenöfen auf 2.200 Grad Celsius. Dabei wird Sauerstoff abgetrennt, bis hochreines Rohsilizium übrig bleibt. Es ist ein Prozess, der viel Energie schluckt – und der Solarzellen so teuer macht.JPM Silicon will den Energieverbrauch nun kräftig senken – um 30 bis 50 Prozent. Das Startup gewinnt das Silizium mit Hilfe einer Technik, die so ähnlich jeder aus der Küche daheim kennt: Dem Mikrowellenofen. In einem zweiten Schritt wird das Material veredelt. Der Vorteil: Mikrowellen erzeugen die Wärme genau dort, wo sie gebraucht wird – nämlich im Material selbst. Das macht das Erhitzen deutlich effizienter. Nötig sind nur noch Temperaturen um 1700 Grad Celsius, um aus Quarz hochreines Silizium zu gewinnen.Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Mai an der Technik, die er zum ersten Mal bei einem Jugend-Forscht-Wettbewerb präsentierte. Inzwischen hat JPM Silicon neun Mitarbeiter. Noch in diesem Jahr will das Startup die Pilotfertigung starten. Rund 1,5 Millionen Euro Startfinanzierung haben sich die Braunschweiger dazu gesichert. Ende 2013 will Gründer Mai die ersten Silizium-Hersteller mit der Mikrowellen-Technik beliefern.

Fotovoltaik-Anlagen würden im hunderte Euro preiswerter

Die Methode, die die Braunschweiger auch auf der Hannover Messe vorstellten, könnte den Preis für Solar-Silizium nachhaltig senken. Für eine Solaranlage mit zehn Kilowatt Leistung brauchen die Zellhersteller immerhin bis zu 220 Kilogramm des Rohstoffs. “Unser Ziel sind Kosten von 15 Dollar pro Kilogramm”, sagt Gründer Mai.Derzeit kostet der Rohstoff auf dem Weltmarkt zwar nur wenig mehr – doch die Anbieter verkaufen aufgrund massiver Überkapazitäten unter Gewinn. “Wir rechnen damit, dass die Preise wieder steigen werden”, sagt Mai. Dann wäre die Ware auf Basis der Anlagen von JPM Silicon deutlich preiswerter als die Ware der Konkurrenz. Die kostengünstigen Hersteller von Silizium können laut dem Würzburger Silizium-Marktforscher Bernreuter Research zu 18 Dollar pro Kilogramm fertigen.Eine Dachanlage mit 10 Kilowatt Spitzenleistung, die heute für rund 15000 Euro verkauft wird, könnte mit der neuen Technik um hunderte Euro preiswerter werden, hofft Gründer Mai. Für die Fotovoltaik wäre es ein wichtiger Schritt. Zwar
haben Solarzellen im Jahr 2012 bereits fünf Prozent des deutschen Stroms erzeugt. Aber damit die Solarenergie mit dem Strom aus Kohlekraftwerken konkurrieren kann, müssen Fotovoltaikanlagen auf dem Dach noch erheblich preiswerter werden.Bis dahin müssen die Braunschweiger allerdings die Silizium-Hersteller noch überzeugen, dass ihre Methode einen genauso reinen Rohstoff erzeugt wie herkömmliche Verfahren. “Die Frage ist, ob Zellhersteller für einen möglicherweise nur geringen Preisvorteil ihre Herstellungsprozesse ändern, wenn sie dabei riskieren, dass Zellen mit geringerem Wirkungsgrad herauskommen”, sagt Johannes Bernreuter, Inhaber von Bernreuter Research.Zudem setzt JPM auf eine Nischentechnik, das so genannte UMG-Verfahren. Weltweit wird es derzeit nur noch von drei Unternehmen benutzt, darunter der norwegische Silizium-Hersteller Elkem. Mais Startup ist auch eine Wette darauf, dass dieser Nischentechnik dank preiswerterer Verfahren ein Durchbruch gelingt. Bis sich diese Chance bietet, muss der Markt allerdings erst seine Überkapazitäten abbauen. Analyst Bernreuter erwartet daher, dass die UMG-Technik erst in drei Jahren die Chance erhält, sich durchzusetzen.JPM-Chef Mai hofft, dass seine Methode die Fotovoltaik aber nicht nur erschwinglicher machen kann, sondern auch umweltfreundlicher: Die Herstellung eines gesamten Moduls verschlinge damit um 30 bis 35 Prozent weniger Energie, sagt er. Musste ein Solarmodul bisher rund vier Jahre Strom erzeugen, um die Energie zu gewinnen, die bei seiner Herstellung in der Fabrik verbraucht wurde, sollen es künftig mit dem neuen Silizium nur noch drei Jahre sein.Quelle: http://green.wiwo.de/fotovoltaik-silizium-aus-der-mikrowelle-macht-solarzellen-preiswerter/ (letzter Seitenaufruf: 28.04.2015 09:35 Uhr)

Silizium aus der Mikrowelle- eine Revolution für die Solarindustrie

Mehr als 90 % der global produzierten Solarzellen basieren auf Silizium. Doch dieser hochreine Halbleiter muss zunächst aufwendig gewonnen werden. Als Rohstoffe dienen Quarz und Kohle, welche in einem energieintensiven Prozess im Lichtbogenofen zu Silizium reduziert werden. Erst hieran schließt die technisch aufwendige und kostspielige Veredelung zu Solarsilizium an.

Der Jungunternehmer Jan-Philipp Mai hat bereits als Schüler ein Verfahren entwickelt, in dem Silizium mit Hilfe von Mikrowellen gewonnen wird. Jeder kennt dabei die Wirkungsweise von Mikrowellen aus dem Haushalt: Stellt man eine leere Tasse in die Mikrowelle, so bleibt die Tasse kalt. Füllt man diese jedoch mit Milch, so erwärmt sich diese augenblicklich. Genauso verhält es sich mit dem für die Siliziumgewinnung genutzten Gemenge aus Quarz und Kohle. Durch die selektive Mikrowellenerwärmung wird letztlich nur das zu erhitzende Produkt und nicht der gesamte Innenraum des Ofens erwärmt. Der Mikrowellenprozess ist somit in der Lage die Prozesszeiten und letztlich auch den Energieaufwand zur Siliziumgewinnung deutlich zu verringern. So ist eine Steigerung der Energieeffizienz von bis zu 12 % zu erwarten und eine deutliche Minderung von klimaschädlichen Emissionen wie CO2. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf einer deutlichen Qualitätssteigerung des gewonnen Siliziums, denn dies bedingt Einsparungen in der Produktion von Solarsilizium, die einen Kostenvorteil von mehr als 50 % bedeuten würden.

2010 entschloss Mai sich, sein Verfahren in einem eigenen Unternehmen umzusetzen. Die bereits mehrfach ausgezeichnete JPM Silicon GmbH wurde 2010 als Spin-off der TU Braunschweig gegründet. In enger Kooperation wird der Mikrowellenprozess derzeit weiterentwickelt, damit die Pilotanlage Mitte des Jahres in Betrieb gehen kann. 2014 soll die erste Auslieferung erfolgen. Finanziert wird das Unternehmen dabei mit Beteiligungsgeldern in Höhe von 1,35 Mio. EUR.

2012

Zwei von drei Preisträgern des Landes Niedersachsen kommen aus Braunschweig - Wirtschaftsdezernent Roth:

„So muss sich eine Henne fühlen, wenn ihre Küken flügge werden“, beschrieb Joachim Roth, Wirtschaftsdezernent der Stadt und Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft GmbH, schmunzelnd seine Stimmung, als er am Dienstag, 24. April, den Geschäftsführern von zwei aufstrebenden Firmen des Technologieparks gratulierte. Henning Böge und Dr. Martin Oehler von der Capical GmbH sowie Jan-Philipp Mai von der JMP Silicon GmbH waren am Vortag auf der Hannover Messe vom Land Niedersachsen im Rahmen der Preisverleihung „Best of CampusGründungen 2012“ ausgezeichnet worden, weil sie in Niedersachsen die besten Gründungskonzepte des Jahres verfolgen. „Wenn die ersten zwei von insgesamt drei Preisträgern aus dem Technologiepark Braunschweig kommen, wirft dies auch ein gutes Licht auf uns, denn diese Erfolge zeugen von einem ausgezeichneten Gründerklima in unserer Stadt. Der Technologietransfer von der Universität in die produzierende Praxis funktioniert in Braunschweig ganz offenkundig reibungslos“, sagte Roth. Henning Böge, Dr. Martin Oehler und Jan-Philipp Mai hätten zunächst den Gründungsinkubator der Technischen Universität durchlaufen ehe sie in den Technologiepark umgesiedelt seien. Beide Unternehmen hätten auch einen Zuschuss aus dem städtischen Gründerfonds erhalten. „In beiden Gründungen steckt großes Potential“, fuhr Roth fort und blickte zugleich optimistisch in die Zukunft: Er sei überzeugt, dass die innovativen

Unternehmer in einigen Jahren das schützende Dach des Technologieparks verlassen und auch in der rauen Luft des Marktes bestehen könnten. „Dann würde die Braunschweig Zukunft GmbH bei der Suche nach einem geeigneten Betriebsgrundstück helfen, damit in Braunschweig weitere attraktive Arbeitsplätze für hochqualifizierte entstehen.“ „Innovationen sind die entscheidenden Wirtschaftsmotoren in unserem

Land“. Unter diesem Motto stand die Preisverleihung „Best of CampusGründungen Niedersachsen“ auf der Hannover Messe. Auf dem Gemeinschaftsstand „Innovationsland Niedersachsen“ hatten die Abteilungsleiter Rüdiger Eichel aus dem Wissenschaftsministerium und Helmut Heyne aus dem Wirtschaftsministerium am Montag, 23. April, die innovativsten Geschäftsideen des Wettbewerbs „Best of CampusGründungen Niedersachsen“ prämiert (siehe Pressemitteilung des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unter http://www.mw.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=5459&article_id=105270&_psmand=18 ).

Die beiden Ministerien arbeiten Hand in Hand, wenn es darum geht, Hochschulabsolventen mit Ideen für innovative Produkte und Dienstleistungen auf ihrem Weg in die Selbständigkeit zu begleiten.

Prämiert wurden die erfolgreichsten Gründungsideen aus dem Programm GründerCampus Niedersachsen. Die Preisträger sind: Capical GmbH (1.Platz), JPM Silicon GmbH (2. Platz) und Neubauer Handwerkstechnik (3.Platz).

 

Capical Gmb,Braunschweig

 

Als Ausgründung aus der TU Braunschweig hat die Capical GmbH ein neuartiges EKG-Gerät auf Basis kapazitiver Elektroden entwickelt. Mit dieser innovativen Technologie geht das Un-ternehmen neue Wege in der

Diagnostik von Herzerkrankungen. Da alle Elektroden in dem kompakten Gerät integriert sind, funktioniert es vollkommen kabellos. Somit kann auch auf den Einsatz von Kontaktspray oder -gel verzichtet werden. Eine EKGMessung kann auf diese Weise einfacher und schneller durchgeführt werden bei mindestens gleichbleibend hoher Signalqualität.

 

JPM Silicon GmbH, Braunschweig

Bereits während seines Studiums der Energie- und Verfahrenstechnik an der TU Braunschweig gründete Jan-Philipp Mai sein Unternehmen. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens entwickelte er ein neuartiges

Verfahren zur Herstellung und Gewinnung von Silizium für die Solarindustrie. Basierend auf der zum Patent angemeldeten Technologie kann Silizium mit einer höheren Reinheit erzeugt werden. Darüber hinaus kann die Energie zur Herstellung von solarfähigem Silizium durch die von der JPM Silicon GmbH gelieferte, gesteigerte Qualität des Rohsiliziums, deutlich reduziert werden. Foto: Wirtschaftsdezernent Joachim Roth (2.v.l) gratuliert den Geschäftsführern Henning Böge von der Capical GmbH sowie Jan-Philipp Mai von der JMP Silicon GmbH und deren kaufmännischen Leiter Timon Kabelac zu ihrer Auszeichnung. Rechts Jörg Meyer, Gründerberater der

Braunschweig Zukunft GmbH. Foto: Sperber/BSZ

2011

Strahlend rein

Aus der Cluster Solarwirtschaft

Ein neues Verfahren senkt Aufwand und Kosten für die Produktion von Solarsilizium.

Mehr als 80% aller Solarzellen bestehen aus Silizium. Die Grundlage dafür ist metallurgisches Silizium (mg-Silizium), das in elektrischen Lichtbogenöfen bei über 2000 Grad Celsius hergestellt wird. Dabei werden Quarzkies und Kohle erhitzt und reagieren  zu Kohlendioxid und Silizium mit einem Reinheitsgrad von 98,5 Prozent. Dieses wird dann zu mehr als 99,9999-prozentigem Solar-Silizium veredelt. Beide Technologien sind aufwändig und energieintensiv. Eine günstige Alternative ist die direkte Reinigung des mg-Siliziums. Das so gewonnene umg-Silizium ist aber „nur“ zu 99,999 Prozent rein. Ein scheinbar kleiner Unterschied, der aber hohe Wirkungsverluste bei Solarzellen mit sich bringt.

Mit dem neuartigen Fertigungsverfahren im Mikrowellenofen der JPM Silicon GmbH aus Braunschweig wird umg-Silizium jetzt erstmals wirtschaftlich für die Solarbranche nutzbar. Durch die direkte und rasche Erwärmung der Ausgangsstoffe sinkt die notwendige Reaktionstemperatur um rund 400 Grad Celsius und Wärmeverluste können minimiert werden. Gleichzeitig steigt die Reinheit des so gewonnenen umg-Siliziums. Dieses kann anschließend mit geringerem Aufwand zu Solar-Silizium aufbereitet werden. 2012 wird die Pilotproduktion für das neue Mikrowellenverfahren starten, das die Produktionskosten für Solar-Silizium langfristig halbieren soll. So wird sauberer Solarstrom noch schneller wettbewerbsfähig.

Die Finalisten des Gründerwettbewerbs

Diese vier Gründerteams verpassten  zwar knapp den Sieg, glänzten im Finale des Gründerwettbewerbs aber mit innovativen Geschäftsideen.

Aus der Wirtschaftswoche

Solarenergie boomt – und wenn Jan-Philipp Mai mit seiner Idee Erfolg hat, dürften Solarzellen bald deutlich erschwinglicher werden. Der junge Ingenieur aus Braunschweig hat ein Mikrowellen-Verfahren entwickelt, mit dem sich hochwertiges Silizium für Solarzellen herstellen lässt – und zwar mit deutlich weniger Energie als bei anderen Verfahren und damit umweltfreundlicher. Mai ist zwar erst Anfang 20, tüftelt an seiner Technologie aber bereits seit mehreren Jahren. Jetzt baut er zusammen mit Timon Kabelac das Unternehmen JPM Silicon auf. In Kürze soll die Pilot-Produktionsanlage den Betrieb aufnehmen.

2010

"Solarzellen könnten viel umweltfreundlicher sein"

Der TU-Student Jan-Philipp Mai will die Silizium-Herstellung revolutionieren

Von Marc Chmielewski für die Braunschweiger Zeitung, 19.08.2010

BRAUNSCHWEIG. Jan-Philipp Mai ist 23 – er hat eine Firma und ein Patent. Sein Verfahren zur Silizium-Herstellung könnte die Welt verbessern. Ein Wunderknabe aus der Phantasie des Wirtschaftsministers? Nö, den gibt’s wirklich. Mitten in Braunschweig. Das Problem, das der Student lösen will: „Eine Solarzelle muss zwischen drei und fünf Jahren laufen, um überhaupt die Energie zu erzeugen, die ihre Herstellung gekostet hat.“ Diese Zeit will Mai verkürzen, indem er bei der Produktion der Zellen Energie spart – mit einer Technik, die so ähnlich auch in der heimischen Mikrowelle zum Einsatz kommt. „Gelingt das, könnten Solarzellen umweltfreundlicher sein.“

Mai stammt aus Meppen im Emsland. Schon als Schüler hat er sich in das Thema verliebt, das ihn auch heute als Wissenschaftler und Unternehmer noch umtreibt. „Komischerweise kam ich im Religionsunterricht darauf.“ In Braunschweig ist Mai gelandet, weil der Peiner Mikrowellen-Hersteller Fricke und Mallah ihn bei der Entwicklung seines Verfahrens unterstützt. Darum geht es: Bisher liefern Solarzellen zwar saubere Energie, wenn sie erst mal laufen, aber bei ihrer Herstellung geht es schmutzig zu, und das liegt vor allem am Silizium. Es ist ein Grundstoff unserer Zeit: Solar- und Autoindustrie, Chiphersteller und Chemiekonzerne lechzen danach. „Voriges Jahr wurden 1,1 Millionen Tonnen Silizium weltweit hergestellt“, sagt Mai. „Und für jedes Kilo wurden 12 bis 14 Kilowattstunden Energie benötigt.“ Damit werden Sand und Kohle in einem Hochofen zur Reaktion gebracht, das Silizium löst sich. Dafür ist eine extrem hohe Temperatur nötig, es wird freigesetzt, und am Ende bleibt giftiger Müll übrig. Mai hatte nun die Idee mit den Mikrowellen: „Damit lässt sich das Gemisch gezielter und sparsamer erhitzen.“ Im Labor klappt das bereits: Für ein Kilo Silizium wird nur die Hälfte der Energie gebraucht wie im Hochofen. Klingt alles ganz einfach – ist es aber natürlich nicht. Man weiß nicht, ob auch im großen Maßstab alles so klappt wie im Institut für Thermodynamik. Zudem: „Das Silizium für gute Solarzellen muss zu 99,9999 Prozent rein sein“, sagt Mai. Wie rein das Silizium ist, das mit seinem Verfahren hergestellt wird, weiß Mai bisher nicht genau – das Gerät an der Uni zeigt 100 Prozent, aber im Nachkommabereich kann das alles Mögliche bedeuten. „Für genauere Tests braucht man Flusssäure, und die ist so aggressiv, dass sie unsere Messgeräte zerfrisst.“

Es muss also ein Unternehmen gefunden werden, bei dem solche Spezialtests gemacht werden können. Außerdem ist Mai auf Kooperationen angewiesen, um zu prüfen, ob sein Mikrowellen-Verfahren auch in groß funktioniert. „Das ist der Grund, warum ich die Firma gegründet habe. So nehmen einen Unternehmen ganz anders wahr.“ Außerdem werden Firmen eher gefördert als Privatleute. Und Förderung kann Mai gebrauchen: Etwa 30 000 Euro hat es allein gekostet, seine Idee weltweit zu patentieren.

http://www.braunschweiger-zeitung.de/wirtschaft/solarzellen-koennten-viel-umweltfreundlicher-sein-id112260.html

Grüner Teppich für die Wirtschaft

Von Kevin P. Hoffman für den Tagesspiegel, 11.09.2009

Zum zweiten Mal wurden in Berlin die Clean Tech Media Awards verliehen. Die fünf Preisträger haben sich im vergangenen Jahr mit umweltfreundlichen Technologien und Projekten hervorgetan.

Berlin – Von dem Obergrünen Cem Özdemir konnte man das ja erwarten. Aber spätestens wenn sich Uschi Glas über grüne Hochtechnologie äußert, ahnt man, dass sich die Koordinaten der Gesellschaft Richtung Grün verschoben haben. „Ich bin davon überzeugt, dass der Clean Tech Media Award dazu beitragen wird, das Bewusstsein für innovative Umwelttechnologien zu schärfen“, ließ sich die ewig schöne Schauspielerin jetzt zitieren. Technik hat den Boulevard erreicht, und es gibt viele Menschen, die diese neue Glamour-Allianz feiern wollen. Rund 500 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Forschung – aber eben auch viele, die aus Funk und Fernsehen bekannt sind, kamen am Donnerstagabend zu einer Gala ins E-Werk in Berlin-Mitte. Zum zweiten Mal wurden dort die besagten Clean Tech Media Awards verliehen. Unter den Laudatoren waren die mehrfache Schwimmweltmeisterin Britta Steffen und der Schauspieler Hannes Jaenicke. Zu den Gästen gehörten der Schoko-Unternehmer Alfred Ritter sowie hochrangige Vertreter der Dax-Konzerne wie Daimler und Telekom. Die 13-köpfige Jury benannte fünf Preisträger, die – ähnlich wie bei den Oscars im Film – im vergangenen Jahr für besonders viel Aufsehen unter Freunden grüner Technik gesorgt hatten. So ging der Preis der Kategorie Nachhaltigkeit an die Juwi Holding AG, eine der führenden Projektentwicklerinnen auf dem Feld der erneuerbaren Energien. Prämiert wurde der Bau der Firmenzentrale im kleinen Wörrstadt in Rheinland-pfalz. Denn die besteht weitgehend aus Holz und zapft zudem 100 Prozent des Stroms und der Wärme aus erneuerbaren Quellen. Die 300 Juwi-Angestellten arbeiten in dem angeblich „energieeffizientesten Bürogebäude der Welt“.

Der Preis der Kategorie Technologie ging an die Enertrag AG aus Dauerthal in der brandenburgischen Uckermark. Das Unternehmen baute das weltweit erste industrielle Wasserstoff-Wind-Biogas-Hybridkraftwerk. Damit lässt sich Wasserstoff für 11.09.2009, 00:00 Uhr Umwelttechnologien: Grüner Teppich für die Wirtschaft – Wirtschaft – Brennstoffzellen gewinnen, der aber nicht wie bisher mit Kohle- oder Atomstrom gewonnen wurde.

Jan-Philipp Mai, ein 22-jähriger Student der TU Braunschweig, erhielt den Award als Nachwuchswissenschaftler. Er hat ein Verfahren entwickelt, das den Solarzellenherstellern hilft, bei Bau ihrer Module bis zu 30 Prozent der Energie zu sparen. Dank ihm können sie „schmutziges Silizium“ verwenden, anstatt wie bisher mit hohem Energieaufwand reines Silizium zu fördern. In der Kategorie Kultur und Medien ging der Preis an die Klimahaus Betriebsgesellschaft mbH, die das Klimahaus Bremerhaven 8 Grad Ost betreibt, das im Juni eröffnete. In dem Bau können Besucher auf 125 Metern Strecke durch eine Simulation aller Klimazonen laufen und dabei 100 interaktive Exponate ausprobieren.

Der Sonderpreis 2009 schließlich ging an die Desertec Stiftung, die ein Konzept entwickelte, wie man theoretisch 90 Prozent der Weltbevölkerung mit Strom versorgen kann, der mit Solarkollektoren gewonnen wird, die in den Wüsten aufgestellt sind. Der Plan hatte im Sommer viel Aufmerksamkeit erregt, weil mehrere deutsche Konzerne, darunter die Münchener Rück, ein Konsortium gründet haben, das die Chancen für die Realisierung des Projektes ausloten soll. Gesponsert wurde das Fest maßgeblich von dem Oldenburger Energieversorger EWE aber auch der BMW-Niederlassung Berlin. Diese wie fast 40 weitere Unternehmen und Institutionen nutzten natürlich die Gelegenheit, sich in Berlin als besonders fortschrittlich zu präsentieren. Das scheint aber legitim – wenn die Industrie so auch Uschi-Glas-Fans begeistern kann. Im nächsten Jahr soll der Award auf dem Gelände des Flughafens Tempelhof verliehen werden.

Jan-Philipp Mai als "Innovativer Ort im Land der Ideen" ausgezeichnet

Von Dirk Warnecke für die PRBS-kompakt, März 2010

»Jan-Philipp Mai ist ein besonderes Aushängeschild einer vielfältigen und leistungsstarken Gründerregion Braunschweig, in der wir bis heute rund 250 junge Start Up´s auf den Weg in die berufliche Selbstständigkeit begleitet haben«, würdigte Dirk Warnecke, Geschäftsführer der projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH (PRBS), die Leistung des 22-jährigen Studierenden der TU Braunschweig. Mai, der bereits im Vorjahr den Ideenpreis gewann, wurde am 10. März im Haus der Wissenschaft als »Ausgewählter Ort« im Rahmen der Standortinitiative »365 Orte im Land der Ideen« unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten ausgezeichnet. Die PRBS hatte zu diesem Anlass ihr Gründungsnetzwerk zu einer Alumniveranstaltung mit Workshopcharakter geladen. Ca. 100 Teilnehmende erarbeiteten dabei Ansätze zur Weiterentwicklung von Ideen und zum Anstoß von Veränderungsprozessen.

Vier starke Partner auf der Messe für Bauen und Energie in Braunschweig

Die projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH und die Wolfsburg AG arbeiten intensiv zusammen, um Arbeitsplätze zu sichern und die Lebensqualität in der Region nachhaltig zu steigern. Auf der Messe »Mein Haus – Messe für Bauen und Energie 2010« vom 16. bis 18. April 2010 in der Volkswagenhalle Braunschweig werden die beiden Gesellschaften mit ihren jeweiligen Ausgründungen der EnerMaTec GmbH und der Wolfsburger Energieagentur erstmals gemeinsam in der Region auftreten. Dem Messepublikum wird das umfangreiche Leistungsportfolio in den Bereichen Energieeinsparung und Energieeffizienz (insbesondere für Privathaushalte) sowie im Hinblick auf die stoffliche und energetische Verwertung von nachwachsenden Rohstoffen präsentiert.

Gemeinsam regionale Tourismuspotenziale vermarkten

Die projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH und der Verein Tourismusregion Braunschweiger Land haben die Umsetzung des regionalen Projekts »ZeitOrte – Expeditionen ins Zeitreiseland« gestartet. In »ZeitOrte« vernetzten sich die Tourismusorganisationen und Attraktionen in der Region und treten erstmals gemeinsam auf dem Tourismusmarkt auf. »ZeitOrte – Expeditionen ins Zeitreiseland« verbindet dabei als Klammer die historischen Epochen, beginnend von der Urzeit, über die Steinzeit, Mittelalter, Barock und Aufklärung, Industrialisierung bis hin zu Gegenwart und Zukunft mit Anknüpfungspunkten in der Region.

»CeBIT 2010 ein Riesenerfolg« – Landesinitiative Telematik zog positives Fazit »

Der von der Landesinitiative Telematik organisierte ITS Niedersachsen Gemeinschaftsstand war auch im Jahr 2010, trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes, wieder ein Riesenerfolg «, zog der Projektverantwortliche Hinrich Weis ein positives Messefazit der CeBIT. Die Landesinitiative Telematik der projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH präsentierte mit 16 Netzwerkpartnern in der Halle 7 die neuesten Entwicklungen aus dem gesamten Bereich intelligenter Verkehrssysteme. Auch die politische Prominenz war von den präsentierten Projekten nachhaltig beeindruckt. So besuchten Wirtschaftminister Jörg Bode, Staatssekretär Dr. Oliver Liersch und Wissenschaftminister Lutz Stratmann den Stand der Landesinitiative.

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